300 Jahre Militärgeschichte
KSK-Vorsitzender informierte über die Garnison Landshut

Mit einem feierlichen Appell am 27. Oktober auf der Burg Trausnitz geht die 300-jährige Geschichte der Garnison Landshut zu Ende, es wird das Verteidigungsbezirkskommando 66 aufgelöst. Aus diesem Anlass hielt Vorsitzender Ottfried Hühn von der .Krieger und Soldatenkameradschaft (KSK) Buch am Freitagabend im Gasthaus Kuttenlochner einen Vortrag über die Geschichte der Garnison Landshut.

300 Jahre 1-klHühn meinte, es gibt nur wenige so mit der Militärgeschichte verbundene Städte wie die Stadt Landshut. Er ließ die 300-jährige Geschichte der Garnison Landshut Revue passieren: 1707 war in der Burg Trausnitz die Schlosskaserne zur Unterbringung für die österreichischen Besatzungstruppen. Es folgte die Übernahme durch die Bayerische Armee und im 18. Jahrhundert wurde die Burg zur Isarkaserne. Ein Rosskopf wurde in die Stadtmauer eingelassen. Es gab dann häufige Wechsel der Garnisonstruppen.

1805 erfolgte die Nutzung der Burg Trausnitz als Archiv; sie war keine Truppen-Unterkunft mehr. 1815 wollten die Bürger nach dem Truppenabzug wieder eine Garnison. Gründe hierfür waren 'das Gegengewicht zu den Studenten der Landesuniversität und der Wirtschaftsfaktor für das Umland, erläuterte der Referent. 64 Gemeinden von Moosburg bis Dingolfing hätten um den Fortbestand der Garnison gefleht.

300 Jahre 2-klHühn fuhr mit seinem Rückblick fort: Von 1816 bis 1819 waren in der Garnison die Haustruppe "Landshuts Königliches Bayerisches 2. Kürassier Regiment", gepanzerte Kavallerie und später das ,,2. Schwere Reiter Regiment". 1828 zog der 4. Jägerbataillon aus Neuburg an der Donau in die neue Jesuitenkaserne in der Neustadt ein. 1857 bis 1863 erfolgte der Bau der Kavallerie-Kaserne an der Podewillstraße.

1914 war Erzherzog Franz Ferdinand Ehrenoberst des 2. Schweren Reiter-Regiments und führte seine Landshuter Reiter in den Ersten Weltkrieg. 1935 kam das InfanterieRegiment 62, und von 1935 bis 1937 erfolgte der Bau der Schochkaserne, benannt nach General Schoch und seinen vier Söhnen. Im Jahr 1945 übernahm dann die US-ArIny die Schochkaserne, die nun "Pinder Kaserne" hieß.

1957 wurden die ersten Bundeswehrsoldaten in Landshut stationiert, das Artillerie-Regiment 4. Als Vorbote der Brigade 24 wurde 1960 die Panzeraufklärungskompanie 240 in Landshut aufgestellt. Im Oktober 1965 folgte der Einzug des Panzerbataillons 244 aus dem oberbayerischen Murnau, 1969 der Abzug der USArmy und Einzug des Panzerartilleriebataillons 245 aus Füssen, 1981 die Herrstruktur 4.1991 begann die Auflösung der Truppenteile.

"Nun, am 27. Oktober, findet der letzte feierlicher Appell auf der Burg Trausnitz und die Beendigung der 300-jährigen Geschichte ,Garnison Landshut' ", statt", blickte der Referent in die nahe Zukunft. Mit seinem Rückblick wolle er 'verdeutlichen, dass diese Stadt und ihre Soldaten schon immer Änderungen unterworfen waren.

Im zweiten 'Teil des Abends wurden in Wort und Bild die Erinnerungen eines "Panzermanns" an seine Dienstzeit in der Schochkaserne vorgestellt. Die authentischen Bilder weckten bei den Teilnehmern viele . Erinnerungen und lösten im Anschluss' noch eine rege Diskussion aus.
LZ. v. 24.20.2006

wappen02

Buch a. Erlbach

Logo-kl 2

© 2005/10
Erstellt durch Ja-DV

 

Wappen04
Hier geht es zum Kreiskrieger- und Soldatenberband Landshut

300 Jahre