Frieden halten ist Menschenpflicht
KSK gedachte der toten Kameraden, die ihre Heimat nicht mehr sehen durften

Beim Kriegerjahrtag gedachte die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Buch mit ihren Patenvereinen aus Eching, Moosburg und Pfrombach und zahlreichen Ortsvereinen würdevoll all ihrer gestorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden. Die KSK Buch besteht seit nun 115 Jahren und hat es sich seit jeher zur Aufgabe gemacht, an die Opfer zu erinnern. Die eindringliche Botschaft des Kriegerjahrtages war "Frieden halten ist Menschenpflicht" .

Frieden halten 102Der stattliche Kirchenzug setzte sich in Richtung Bucher Friedhof in Bewegung, natürlich begleitet mit würdevollen Klängen durch die Haunwanger Blasmusik. Der in Form einer Feldmesse abgehaltene Gedenk- und Dankgottesdienst an der Kapelle am Friedhof wurde umrahmt von Liedern aus der Deutschen Messe, dem geistlichen Musikwerk von Komponist Franz Schubert aus dem Jahre 1826. Pfarrverbandsadministrator Dr. Olivier Ndjimbi-Tshiende rief zum Gedenken an alle gestorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden der beiden Weltkriege auf. Er predigte, dass nur das Kreuz wie ein Schmetterling verwandeln könnte. Er ermahnte: "Wenn wir die Vergangenheit vergessen, vergessen wir uns selbst."

Vorsitzender Ottfried Hühn (KSK Buch) erinnerte: "Wir gedenken heute der Opfer von Krieg und Gewalt. Der Soldaten, die in den Weltkriegen gefallen, ihren Verwundungen erlegen, in Gefangenschaft gestorben oder vermisst sind. Wir gedenken auch der Männer, Frauen und Kinder, die durch Kriegshandlungen oder auf der Flucht ihr Leben lassen mussten. Wir gedenken derer, die im Widerstand, die um Ihrer Überzeugung oder ihres Glaubens willen, Opfer der Gewaltherrschaft wurden." Ottfried Hühn rief auch zum würdevollen Gedenken für die Opfer der Gegenwart auf. Er bat, das Gedenken auch denjenigen zuzuwenden, die in jüngster Vergangenheit in den Kriegsgebieten sowie im Kampf gegen den Terrorismus ihr Leben lassen mussten. Er sagte, dass sich die KSK Buch durch das kürzlich errichtete Schmetterlingskreuz von Hannes Keller bei der Kapelle besonders geehrt fühlt. Heimatkünstler Hannes Keller hat das Kreuz in vielen Stunden aus Maschinenteilen und Werkzeugen der Landwirte und Handwerker der Gemeinde aus jener Zeit gefertigt. Es steht jetzt inmitten der Gedenktafeln der Teilnehmer der Weltkriege aus Buch.
Ottfried Hühn meinte, das Kreuz würde ganz besonders die Nähe der damals jungen Burschen zu den verstorbenen Angehörigen und der heute versammelten Gemeinde vermitteln.

Frieden halten 2Drei Bucher Schüler riefen zum Innehalten auf. Sie baten, auch einmal an andere zu denken, und nicht nur an sich selbst. Die Schüler verkündeten: "An die Menschen denken, die im Krieg ihr Leben verloren, an Menschen aller Nationen. An Menschen denken, Flüchtlinge und Vertriebene, die auf ihrem Treck sterben mussten. An Menschen denken, Kriegsgefangene, die in Lagern unendliches Leid erfuhren. An Menschen denken, Opfer von Unrecht und Gewalt. An Menschen denken, die ihre Leben verloren, nicht aber ihren Glauben." Sie forderten auf, aus den schrecklichen Kriegen zu lernen: "Menschlichkeit lernen. Lernen, neues Unheil zu vermeiden. Frieden halten ist Menschenpflicht." 

Ottfried Hühn forderte anschließend eindringlich, im Bemühen um Frieden nicht zu ermüden. Er betonte: "Friede verlangt Verständigungswillen und die Kraft zur Vergebung." Er sagte, dass die Arbeit für den Frieden mit dem aktiven Gedenken beginnt. Dieser Aufgabe haben sich die Krieger- und Soldatenkameradschaften zur Pflicht gemacht.

Nach dem Feldgottesdienst und den Ansprachen marschierte der festliche Kirchenzug zum Kriegerdenkmal. Zum Gedenken aller gestorbenen, gefallener und vermissten Kameraden der beiden Weltkriege sprach Pfarrverbandsadministrator Dr. Olivier Ndjimbi- Tshiende Gebete am Denkmal. Vorsitzender Hans Seidl vom Kreis-Krieger- und Soldatenverband Landshut nahm ebenfalls großen Anteil am Gedenken der KSK Buch an die Opfer, die dieser sinnlose Krieg auch in der Heimatgemeinde gefordert hat. Es wurde ehrenvoll der toten Kameraden gedacht, die ihre Heimat nicht mehr sehen durften. Hühn und Seidl legten zum Gedenken und zur Erinnerung an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden eine Blumenschale am Kriegerdenkmal nieder, wobei die Musik "Ich hat einen Kameraden" spielte. Anschließend traf man sich im Gasthaus Kuttenlochner zum musikalischem Frühschoppen.
LZ v. 12.10.2007

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