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Jahrtag 2010

Engagement für Frieden gefordert
Kriegerjahrtag: Hühn kritisierte die zu kurze Dauer der Wehrpflicht

Beim Kriegerjahrtag gedachte die Krieger- und Soldatenkameradschaft mit ihren Patenvereinen aus Eching und Pfrombach sowie mit den Ortsvereinen ihrer gestorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden. KSK-Ortsvorsitzender Ottfried Hühn rief zum Frieden auf. Er appellierte auch an alle Bürger, sich stärker für das Gemeinwohl einzusetzen.

Er nahm in seiner Ansprache auch zur geplanten Bundeswehr-Reform Stellung. Hühn kritisierte die derzeitige Dauer der Wehrpflicht von nur noch sechs Monaten. Hühn meinte, gestützt auf Experten-Aussagen, diese Zeit reiche nur noch zur Vermittlung von Grundkenntnissen aus. Diese sechs Monate könnten lediglich als "ein Schnupperkurs für einen potenziellen Arbeitgeber" bewertet werden.

Kriegerjahrtag 2010

 

 

KSK-Vorsitzender Ottfried Hühn legte zum Ged,enken an alle gefallenen und vermissten Kameraden am Kriegerdenkmal eine Blumenschale nieder

 

Zuerst setzte sich der stattliche Kirchenzug zur Pfarrkirche in Bewegung, beglei tet von den Klängen der Haunwanger Blasmusik. Diakon Andreas Maier hielt den würdevollen Gedenkgottesdienst. Er sagte, dass das Gedenken der Krieger- und Soldatenkameradschaften an ihre verstorbenen Kameraden auch im Sinne des Glaubens ist. Denn sie lassen damit ihre Verstorbenen über den Tod hinaus weiterleben. Die Messe war musikalisch umrahmt worden. KSK-Vorsitzender Ottfried Hühn hielt dann seine Rede am Ende des Gottesdienstes in der Kirche. Er sagte, dass man sich heute an die unermessliche Zahl von Menschen erinnere, die Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror geworden sind. Hühn ging nun chronologisch vor und begann beim schrecklichen zweiten Weltkrieg. Diesem grausamen Krieg fielen Millionen Menschen zum Opfer. In Buch beklagt man 51 Gefallene und 17 Vermisste. Hühn erinnerte, dass erst am Samstag (11. September 2010) die neue Kriegsgräberstätte in Cheb (Eger) eingeweiht wurde. 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges finden hier nun 5598 Tote ihre letzte Ruhe. Unter den namentlich bekannten Toten sind auch 473 Zivilisten bestattet worden, die in Internierungslagern oder während der Vertreibung nach Kriegsende umkamen.

Hühn sah den Bundeswehreinsatz in Afghanistan trotzdem nicht als die richtige Lösung an: "Seit 2002 riskieren Bundeswehr-Soldaten ihre Leben in einem Friedenseinsatz, der längst zu einem Kriegseinsatz gegen den internationalen Terrorismus ausgeartet ist." Hühn: "Am Waffengang in Afghanistan zweifeln immer mehr Deutsche, weil er blutiger ist als befürchtet, länger dauert als gedacht, mehr kostet als geplant und viel undankbarer ist als er verdient." Man gedachte deshalb in Anerkennung und Dankbarkeit auch all denen Soldaten und zivilen Helfern, die in Auslandseinsätzen getötet wurden. Hühn nahm abschließend mit den Worten: "Der Umbau der Bundeswehr ist bereits in die heiße Phase eingetreten" auch zur geplanten . Bundeswehr-Reform Stellung. Er gab zu Bedenken: "Wir stehen vor der Entscheidung, in welcher Weise junge Bürger bereit sind, der Gesellschaft zu dienen. Denn der Wohlstand verpflichtet und der Bedarf an Kräften in den Sozialeinrichtungen wächst."

Anschließend setzte sich der Zug zum Kriegerdenkmal in Bewegung. Es wurden zum Gedenken aller gestorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden der Kriege Gebete gesprochen. Diakon Maier weihte das Kriegerdenkmal. KSK-Ortsvorsitzenger Hühn legte eine Blumenschale nieder.
LZ v. 20.09.2010