Frieden ist das allerhöchste Gut auf Erden
KSK gedachte der toten Kameraden, die ihre Heimat nicht mehr sehen durften

Beim Kriegerjahrtag am Sonntag gedachte die Krieger- und Soldatenkameradschaft all ihrer gestorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden. Vorsitzender Ottfried Hühn forderte, "sich für eine Zukunft für die Würde des Menschen, frei von Angst, Unfreiheit und Erniedrigung einzusetzen". Hans Seidl vom Kreis-Krieger- und Soldatenverband erinnerte an den schrecklichen Zweiten Weltkrieg mit Leid, Terror und Millionen von Toten. Er vermittelte mit Nachdruck, dass Frieden das allerhöchste Gut auf Erden ist.

Jahrtag 2-klDer stattliche Kirchenzug mit Mitgliedern und Fahnenabordnungen der KSK Buch, der Patenvereine aus Moosburg, Eching und Pfrombach, Gemeinderatsmitgliedern, Bürgermeister Franz Göbl, FFW Buch, FFW Thann, Erlbachtaler Schützen, Sebastiani Schützen, Holzland Schützen, Trachtenverein, SC Buch, Landjugend und zahlreichen weiteren Abordnungen setzte sich in Richtung Bucher Kirche S1. Peter in Bewegung, begleitet von würdevollen Klängen der Haunwanger Blasmusik.

Der Gedenk- und Dankgottesdienst wurde umrahmt von Liedern aus der Deutschen Messe, dem geistlichen. Musikwerk von Komponist Franz Schubert aus dem Jahre 1826.

Pfarrverbandsadministrator Dr. Olivier Ndjimbi-Tshiende verlas das Messiasbekenntnis des Petrus aus dem Evangelium nach Markus. Dr. Olivier Ndjimbi-Tshiende predigte: "Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten." Er erklärte, Jesus habe die bittere Erfahrung machen müssen, dass die Menschen ihn in Schubläden eingeordnet hätten. Jesus hätte nicht mit anderen Messiaskandidaten verwechselt werden wollen. Die Menschen sollten nicht auf sich zentriert sein, sondern Gott dienen.

Jahrtag 1-klNach dem Gottesdienst marschierte der Kirchenzug zum Kriegerdenkmal. Zum Gedenken aller gestorbenen, gefallenen und vermissten Kameniden der beiden Weltkriege sprach Pfarrverbandsadministrator Dr. Olivier Ndjimbi-Tshiende Gebete am Denkmal. KSK-Vorsitzender Ottfried Hühn erinnerte: "Wir gedenken heute der Opfer von Krieg und Gewalt. Der Soldaten, die in den Weltkriegen gefallen, in Gefangenschaft gestorben oder vermisst sind. Wir gedenken auch der Männer, Frauen und Kinder, die auf der Flucht ihr Leben lassen mussten." Er betonte mit Nachdruck, dass in einer von Unfrieden geprägten Welt die Gedenk- und Gräberstätten der Toten von Kriegen und der Gewaltherrschaft unübersehbare Zeichen der Mahnung, endlich eine Alternative zu Krieg und Gewalt zu finden, seien. Er hob hervor: "Wir trauern um die Toten, deren Sterben uns verpflichtet, mit allen uns zu Gebote stehenden friedlichen Mitteln eine Zukunft für die Würde des Menschen zu gestalten - frei von Angst, Unfreiheit und Erniedrigung." Frieden könne weder befohlen noch mit Bekenntnissen herbeigeredet werden. Frieden brauche das aktive Engagement der Politiker, der Verantwortlichen in allen Bereichen der Gesellschaft, in den Schulen, in der Familie und im Alltag der Menschen. "Wir haben die Möglichkeit, es besser zu machen. Beginnen wir bei uns", sagte abschliessend Hühn.

Vorsitzender Hans Seid! vom KSK-Kreisverband meinte, dass, wenn man an die furchtbaren vergangenen Wochen im Nahen Osten denken würde, die leidvolle Kriegszeit für diejenigen, die den Krieg noch selber erleben mussten, wieder in Erinnerung kommen würde. "Gerade wir Deutschen, die an der Weltgeschichte einige traurige, schreckliche Kapitel mitgeschrieben haben, wissen, was Krieg heisst", so Seidl. Er erinnerte, dass sich am 1. September zum 67. Mal der Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Überfall auf Polen jährte. Bis zum 8. Mai 1945 reihten sich furchtbare Tragödien mit Millionen von Gefallenen und vermissten Soldaten auf beiden Seiten aneinander. Er rief als Ergebnis dieser Tragödie auch die Millionen Flüchtlinge, die bei ihrer Flucht unsägliches körperliches und seelisches Leid ertragen mussten, in Erinnerung. "Die Aufzählung von grausamen und schrecklichen Ereignissen des zweiten Weltkrieges liesse sich noch lange weiterführen. Doch mit diesen Beispielen wollte ich exemplarisch daran erinnern, dass der Krieg nur Verlierer kennt", betonte Seidl.

Hühn und Seidllegten zum Gedenken an die gefallenen, vermissten und gestorbenen Kameraden eine Blumenschale am Kriegerdenkmal nieder.
LZ v. 20.09.2006

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Kriegerjahrtag 2006