Ein Zeichen für den Freiden setzen
Erinnerung an Millionen Einzelschicksale durch Krieg und Gewaltherrschaft

Mit einem würdevollen Gottesdienst und der Gedenkfeier an der Friedhofskappelle setzten am Volkstrauertag die weltliche und kirchliche Gemeinde Hand in Hand ein deutliches Zeichen für den Frieden. Man gedachte der Opfer der heiden Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

VT 2007In der Gedenkfeier erinnerte Vizebürgermeister Anton Senger an die Millionen Einzelschicksale, die sich hinter jeder Verlustliste verbergen. Senger sagte: "Jeder Mensch, der geht, hinterlässt eine Lücke." Er bekräftigte: "Frieden und Freiheit sind ein Geschenk. Das sagen uns die Toten, um die wir heute trauern. Wir behalten aber Frieden und Freiheit nur, wenn wir uns für deren Erhalt einsetzen, immer und überall. Dieser Weg ist alternativlos."

Pfarrverbandsadministrator Professor Dr. Olivier Ndjimbi-Tshiende hielt zu Ehren der gefallenen, vermissten und verstorbenen Soldaten einen würdevollen Gottesdienst. Pfarrverbandsadministrator Professor Dr. Olivier Ndjimbi-Tshiende, Vize-Bürgermeister Anton Senger, die Gemeinderäte, die Fahnenabordnungen der Ortsvereine sowie die Kirchenbesucher gedachten anschließend in der Gedenkfeier an der Friedhofskapelle erneut den Opfern der beiden Weltkriege. Senger betonte die Wichtigkeit des Volkstrauertages. "Heute erinnern wir an all die Söhne und Töchter, die als Opfer von Krieg und Gewalt vor der Zeit ihr Leben verloren und oft nicht einmal zu Grabe getragen werden konnten. Wir gedenken der toten Soldaten und Zivilisten, die zwei Weltkriege forderten. Wir gedenken der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Wir gedenken der Menschen, die in unserer Zeit durch Krieg und hasserfüllte Taten ihr Leben verloren, wie die drei Bundeswehrangehörigen und ihre einheimischen Begleiter, die im Mai dieses Jahres in Afghanistan durch ein Selbstmordattentat umkamen. Wir gedenken der Opfer aus unserer Gemeinde und aus allen anderen Orten, die von Krieg und Gewalt betroffen waren und sind. Wir trauern um diese Toten, wir trauern mit den Angehörigen, wir trauern um das, was Menschen angetan wurde und wird", so Senger.

Der Volkstrauertag erinnere an immense Verluste. Zahlen stünden im Raum, die jedes Vorstellungsvermögen übersteiegen - 55 Millionen Tote allein im Zweiten Weltkrieg. Senger erinnerte an die individuellen Schicksale und das persönliche Leid der Menschen. "Es sind immer Einzelne, die sterben: der Soldat, der in der Schlacht fällt, die Frau, die Bombenhagel oder Flucht nicht überlebt, das Kind, das auf eine Mine tritt, der Mensch, der gequält oder Opfer eines Anschlags wird" gab Senger zu bedenken. Für viele Opfer gestriger und heutiger Gewalt werde es nie ein Grab geben, an dem sich Hinterbliebene wenigstens in Trauer versammeln können.

Senger fuhr mit einem klaren Plädoyer für den Volkstrauertag fort: "Umso wichtiger ist ein Tag, der dem Gedenken gewidmet ist, dem Angedenken an die Opfer und der Solidarität mit den Angehörigen. Umso wichtiger ist ein Tag, der zeigt, dass wir nicht vergessen haben". Man brauche nur die Nachrichten einzuschalten, um zu sehen, dass viele Regionen der Erde keinen Frieden und keine Freiheit kennen. Auch Afghanistan, das manche schon befriedet oder auf dem besten Weg dorthin glaubten, werde nach wie vor von Kämpfen und Anschlägen erschüttert. "Wir dürfen uns nicht mit Krieg und Gewalt abfinden", forderte er und sagte abschließend: "Trauer und Gedenken sind nicht leicht zu ertragen. Aber sie können einen Weg in die Zukunft weisen, einen Weg zu mehr Frieden und Mitmenschlichkeit". Anton Senger verweilte vor dem niedergelegten Kranz in Ehrfurcht. Die Bucher Bläser hatten zum Gedenken an die Toren gespielt.
LZ v. 19.11.2007

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Volkstrauertag 2007