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VT-Tag 2010

Doch sie kehrten nicht zurück
Gemeinde beging in feierlicher Weise den Volkstrauertag

 "Ich bin bald wieder da", zitierte Bürgermeister Göbl beim gestrigen Volkstrauertag Väter und Söhne, als sie sich von ihren Familien verabschiedeten, um in den Krieg zu ziehen. "Viele kehrten aber nie wieder zurück", so Göbl. An sie sowie generell an alle Opfer der bei den Weltkriege und des Nazi-Terrors gedachten zahlreiche Bürger gestern in einer Gedenkstunde am Volkstrauertag an der Bucher Friedhofskapelle.

VolkstrauertagBürgermeister Franz Göbl betonte eingangs, dass der Volkstrauertag immer noch enorm wichtig sei. Zwar erlebte Europa nach 1945 eine lange Friedenszeit, doch es ist nach 1945 auch kaum ein Jahr vergangen, in dem nicht irgendwo auf der Welt Kriege stattfanden. "Die kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte fanden dabei meist weit entfernt von uns statt, manche haben wir wohl gar nicht richtig wahrgenommen - wie den Bürgerkrieg im Kongo, der rund vier Millionen Tote forderte", sagte Göbl.

Seit immer mehr deutsche Soldaten am Hindukusch ihr Leben verlieren oaer schwer verletzt heimkehren und seit auch im Befehlsbereich der Bundeswehr afghanisehe Zivilisten getötet wurden, ist eine Debatte in Gang gekommen. Das Gemeindeoberhaupt rief ins Bewusstsein, dass jetzt gefragt werde, ob in Afghanistan nicht eigentlich Krieg herrsche und welches Ziel dieser Einsatz verfolge. "Es wird gefragt, ob man einen Kampf gegen Terroristen oder Aufständische überhaupt militärisch gewinnen und ob man Demokratie mit Waffen installieren kann. Es wird gefragt, welche Folgen es für die Zivilbevölkerung hätte, wenn die ausländischen Truppen das Land verließen, oder welchen Preis wir zu I zahlen bereit sind für die Verteidigung unserer Werte."

Er ermunterte anschließend dazu, die Erinnerung an die Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts zu bewahren, damit sich die Geschichte nie wieder wiederholen könnte. Er erinnerte, dass viele Zeitzeugen vor einigen Jahren dem Aufruf des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge folgten, ihre Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg aufzuschreiben.

Göbl betonte, wie wichtig dies für die Nachwelt sei. Denn diese Geschichten halten die Vergangenheit lebendig. Zum Gedenken an alle Opfer der beiden Weltkriege und des Nazi-Terrors legte Göbl dann einen Kranz nieder. Der Volkstrauertag war von den Bucher Bläsern musikalisch umrahmt worden. Viele Fahnenabordnungen der Ortsvereine gaben dem Gedenktag ein würdevolles Bild. Pfarrer Monsignore Dr. element Obielu hatte zuvor' eine würdevolle Messe in der Pfarrkirche gehalten.
LZ v. 15.11.2010